Das Gildefest (Entstehung)

Eine Delmenhorster Erzählung berichtet von zwei Bremer Frauen, die an der Pest erkrankten und des Landes verwiesen wurden. Sie fanden in Delmenhorst ein Bleibe und wurden geheilt.

Aus Dankbarkeit stifteten sie der Stadt ein Legat von 1000 Talern und verknüpften damit die Bedingung, alljährlich ein Fest zu feiern und die Mitglieder der Gilde aus dem Zinsertrag zu bewirten. Dieses Gildefest findet noch heute an dem Sonnabend statt, der dem Tag Johanni (Jonannes der Täufer am 21. Juni) am nächsten liegt.

Seit 1800 gibt es auf dem Fest Gildezwiebäcke (Bremer Zwiebäcke) mit Butter und Käse. Dazu wird Braunbier gereicht. Wer früher auf dem Gildefest mehr Bier verschüttete, als er mit einer Hand oder dem Fuß verdecken konnte, wurde nach Artikel 7 der Gildeordnung bestraft.

Immer am Vormittag des Gildetags tritt der "Hohe Rat" zusammen, um Braunbier und Zwieback zu probieren und sich zu überzeugen, daß für das Fest am Nachmittag alles gut vorbereitet ist. Dazu geladen sind Vertreter der Kirchen, der Wirtschaft, des Handels, der Institutionen, Verbände und Vereine.

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